Das Empfangsgebäude wurde im Krieg zerstört, ebenso ein Teil der Triebwagenhalle. Schon bald nach Ende des Krieges wurden zwischen WLE und Staatsbahn Gespräche aufgenommen, der WLE Strecke nun den Weg in den Hauptbahnhof zu ermöglichen.

Baracken ersetzen Diensträume und Gaststätte.

Nach dieser Planung wäre das gesamte, bisherige Gelände des Personenbahnhofs unter dem neuen Damm zur Staatbahn verschwunden. Ein Interimslösung für die Zeit der Aufschüttung wäre schwierig geworden.

Das ebenfalls zerstörte Brückenstellwerk Mo wurde durch ein das neue Stellwerk Mo mit Drucktastentechnik ersetzt und die neue WLE Strecke in dieses eingebunden.

Die Gleisanlagen wurden den neuen Platzverhältnissen nach dem Bau der Betonmauer für die Rampe zu den höher liegenden Gleisen der Staatsbahn angepasst. Das ehemalige Bahnhsteiggleis 2 ist zu einem langen Abstellgleis geworden. Vom Gleis 2 zweigt die Zufahrt zur Triebwagenhalle ab.

Die Kreuzung Hafenstraße, Hansaring, Albersloher Weg als Ausschnitt aus einem Luftbild von 1952 (Foto: LWL Medienzentrum)
Viel ist schon wieder entstanden, etwa in Bildmitte das neue Stellwerk Mo. Am rechten Bildrand der alte WLE Bahnhof mit Baracken und Triebwagenhalle.





Eine ähnliche Situation auf dem Luftbild: eine lange Wagenreihe auf Gleis 1, auf Gleis 2 ein Triebwagenzug, Neben der Triebwagenhalle zwei abgestellte Personenwagen.



Der langsame Rückbau ist zu erkennen. Gleis 1 wurde verkürzt, das Gelände des Empfangsgebäudes wurde abgeräumt und alles wurde eingezäunt.


Der Fotograf beobachtet die Zustellung der Wagen aus Münster Ost zum Güterbahnhof. Die Rangierfahrt ist an diesem Tag sehr lang (siehe auch Fotos in Münster 4.1). So muß sehr weit in Richtung DB Personenbahnhof vorgezogen werden. Die Sperrsignale „P“ vom Hbf und „C1“ aus dem alten Personenbahnhof sind von hinten zu sehen. In den Abstellgleisen die Personenwagen und der VT 1021 mit VS 1522 in der Pause.

Gut zu erkennen die freigeräumte Fläche rund um die ehemalige Triebwagenhalle. Nach 1964 wird diese nicht mehr benötigt, da der Lokschuppen in Münster Ost zur Verfügung steht. In den Abstellgleisen stehen einmal fünf und zweimal 2 Wilhelmshafener Wagen.
Nach Aufgabe des Personenverkehrs 1975 wurden auch die restlichen Abstellgleise nicht mehr benötigt. Der Gleisplan nach deren Abbau ist in Teil 4.3 zu sehen.
Damit endet die Geschichte des „Beckumer Bahnhofs“ der WLE in Münster.
Quellen
Sammlung Christoph Riegel
Archive WLE, Lippstadt und Soest
Kückmann, Beyer, Von Warstein bis ins Münsterland, DGEG Medien
Kuhne, Eisenbahndirektion Münster, Neddermeyer
Diverse Netzfunde
Für die Luftaufnahme des Katasteramtes der Stadt Münster: Vervielfältigt mit Genehmigung des Vermessungs- und Katasteramtes der Stadt Münster vom 10.02.2026 Kontrollnummer: 6222-26-00434