
Ausgrabungen bestätigen das dieser Teil des westlichen Münsterlandes bereits seit ca. 10.000 Jahren besiedelt ist. Der Ort Vreden wird um 840 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Im Jahr 1252 kommt es zu einer bemerkenswerten Zusammenarbeit der Bistümer Köln und Münster bei der Gründung der Stadt. In den Folgejahrhunderten ist der Ort mehrmals abgebrannt, aber immer wieder aufgebaut worden und der Hanse beigetreten. Im Westfälischen Frieden wird der Grenzverlauf zwischen den Bistümern Utrecht und Münster festgelegt und bildet bis heute die Grenze zu den Niederlanden. Mit beginnender Industriealisierung werden Spinnereinen und Textilfabriken gegründet. Um das Grenzland auch mit der Eisenbahn zu erschließen wird die WLE beauftragt die Nordbahn zu bauen. Sie wird am 1. Oktober 1902 eröffnet.

Bahnhof

Als Endbahnhof einer unter 10 km langen Nebenstrecke hatte Vreden auch die Möglichkeit für eine Lokübernachtung erhalten. Allerdings ist auch schon in den 1930er Jahren nichts mehr dazu dokumentiert.

Über die Jahrzehnte ändert sich nur wenig. Ein Anschließer (Tonindustrie) ist neben der Rampe dazu gekommen, Der Landhandel hat eine Wagondrehscheibe bekommen und in den Lokschuppen liegt noch ein Gleis.


Ob alle Änderungen im Gleisplan wirklich zum Zeitpunkt des Umbaus eingetragen wurden ist wie immer nicht nachweisbar. Auf einer der letzten Versionen haben sich einige Gleisverbindungen verschoben und die Weichen in der Mitte des Bahnhofs sind auf wenige Meter zusammengezogen. Als Gerd Wolff 1961 im Bahnhof fotografierte hatte der Lokschuppen keinen Gleisanschluß mehr, aber die Verbindung zu Gleis 5 lag noch näher am Güterschuppen.

Da mit den Jahren der Ort Vreden immer mehr um den Bahnhof gewachsen war lohnte es sich Flächen frei zu räumen und zu verkaufen. Dies ist der einzige bekannte Gleisplan auf Basis einer alten Katasterkarte.

Zum 1. April 1984 änderte sich die Bedienung der Nordbahn. Die WLE zog die eigenen Fahrzeuge und das Betriebspersonal ab und übergab den Betrieb der Reststrecke Borken – Stadtlohn – Vreden an die DB. Gleise und Anlagen verblieben im Eigentum der WLE. Es konnten weitere Grundstücke verkauft werden.

Am 30. Januar 1988 endete auch die Bedienung durch die DB und der Rest der Nordbahn wurde stillgelegt.
Zeitschiene
Old 1928
Die Stichbahn wird von einigen Zügen von Stadtlohn aus bedient. Ab 1928 sind sogar zwei Zugpaare mit dem neuen Triebwagen zu verzeichnen.


IIIa 1955
Geblieben sind drei Zugpaare, von denen zwei als Gmp durchgeführt werden und einer als reiner Güterzug.





IIIb 1961
Der Personenverkehr nach Vreden endet am 1. Juni 1958 und somit verkehren noch ein bis zwei Übergaben pro Tag nach Vreden.



IV 1971
Viel verändert sich nicht, es reicht eine Übergabe pro Tag aus.



Die im Sommerfahrplan 1974 vorgesehenen Fahrten (Sammlung Riegel)






Modell
Vor einigen Jahren wurde im FREMO davon berichtet, daß der Bahnhof Vreden als Modulbahnhof entstehen soll. Auf dem Treffen in Oeynhausen im Februar 2026 hatte er seinen ersten Auftritt, schon fast fertig gestaltet. Modulbau und -gestaltung: Achim Greiving









Quellen
Sammlung Christoph Riegel
Archive WLE, Lippstadt und Soest
Kückmann, Beyer, Von Warstein bis ins Münsterland, DGEG Medien
Diverse Netzfunde