Vorwort
Schon vor dem Krieg im Jahr 1913 wurde bei der WLE die Beschaffung von zwei D h2t beschlossen. Die bestellten Loks konnten aber erst 1919 durch Borsig ausgeliefert werden. Zur Verstärkung dieser Bauart, die hauptsächlich für den Einsatz im Rangierdienst vorgesehenen war, wurden später noch zwei mal drei Loks gebaucht gekauft.

Bauart 151 und 152
Wie oben beschrieben konnten die 1913 bestellten Loks erst 1919 geliefert werden.



Die Lok 152 wurde schon 1937 wieder verkauft, die Lok 151 gelangte 1951 über Umwege als Lok 28 zu den Hüttenwerken Oberhausen.
Bauart 153 bis 155
Im Jahr 1922 wurden von der Lokfabrik Jung fünf Maschinen der Bauart D 2nt an die Bremer Hafenbahn geliefert. Nach der Übernahme der Hafenbahn durch die Reichbahn 1930 wurden diese Loks unter der Baureihe 92.9 einsortiert. Die Bauart stimmte aber in einigen Bereichen nicht mit der preuß. T13 überein. Schon 1934 wurden die Loks abgestellt und über Erich am Ende in Berlin verkauft. Die WLE kauft drei Loks 1936 und führte in Lippstadt Hauptuntersuchungen an allen aus. Als Rangierloks war nur noch eine Höchstgeschwindigkeit von 45 Km/h vorgesehen.


Nach Eintreffen der ersten Rangierdieselloks Mitte der 1950er Jahre bei der WLE wurden alle drei Loks 1958 als Schrott verkauft.
Bauart 156 bis 158
Diese Loks wurden als Sonderbauart der T13 als Heißdampfmaschinen 1921 / 1923 von verschiedenen Lokfabriken an die Reichsbahn geliefert. Nach Kriegsende 1947 waren diese Loks an verschiedenen Stellen in der Direktion Münster abgestellt. Nach Kontaktaufnahme und Besichtigung erwarb die WLE drei Loks und unterzog sie einer Hauptuntersuchung in Lippstadt. Auch bei diesen Loks war die Höchstgeschwingingkeit 45 Km/h.
Trotzdem wurde die gerade hauptuntersuchte Lok 158 ausgewählt, den Eröffnungszug für die Einführung in den Hauptbahnhof Münster zu bespannen.

Auch diese Loks wurden von den neuen MaK Dieselloks verdrängt und 1958 / 1960 verschrottet.
Betriebseinsatz
Die Loks wurden vorrangig im Rangierdienst eingesetzt, aber auch Personenzüge mit eigentlich 60 Km/h Fahrplangeschwindigkeit gehörten zum Dienst. In den Aufschreibungen des Lehrlokführers von 1954 / 1955 sind die Lokomotiven 151 und 152 natürlich nicht mehr vorhanden.

Über den ganzen Zeitraum ist die Lok in Beckum im Rangierdienst. Ein Foto dazu siehe oben.
Im September 1954 gehören auch Züge für das Herbstmanöver zum Einsatz.
Auch hier Rangierdienste in Beckum, Ennigerloh und Ng nach Münster.



Lok 155 ist in Münster im Rangierdienst, mit Nahgüterzügen und vereinzelt auch mit Personenzügen unterwegs. Der Lehrlokführer bemängelt den Verschließ vor den Personenzügen.

Auch Lok 156 muß sich vor Personenzügen im Möhnetal beweisen.



In diesen Sichtungen ist alles enthalten: Steinzüge, Nahgüterzüge, Rangierdienst und sogar auch ein Personenzug.

Eine weitere Lok mit Heimat in Münster Ost.




Zusammenfasung
Lange waren diese Lokomotiven im Rangierdienst eingesetzt und wurden erst durch die MaK Diesel ersetzt.

Modell
Noch konnte kein Modell einer ehemaligen T13 bei der Westlippischen Eisenbahn in Betrieb gehen. Diese wäre auch fast auf die Epoche IIIa beschränkt. Dafür haben in Westlippe einige moderne ELNA Vierkuppler im Nahgüter- und Rangierdienst Einzug gehalten. Natürlich mit den nächsten Nummern im System: 159 und 160.

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Quellen
Sammlung Christoph Riegel
Archiv WLE Soest und Lippstadt
Risse, Krause, Die Dampflokomotiven der WLE, DGEG Medien
Obermayer, Taschenbuch Deutsche Dampflokomotiven, Franckh´sche Verlagshandlung
FREMO WLE Zoom
Diverse Netzfunde