AEG
Entstehung
An der wirklichen WLE gibt es im Möhnetal, am Bahnhof Belecke Rbf, einen Anschluss an ein Werk der AEG. Eine neue Zielgruppe wird aus diesem Werk bedient. Gleichrichter, Ladegeräte und andere Spezialprodukte der industriellen Stromversorgung werden hergestellt. In den 1970er Jahren ein Quell für täglich viele Güterwagen, da es sich um verpackte Geräte mittlerer Größe handelt, meistens G-Wagen.
Beschreibung
Das war ein gutes Vorbild, auch wenn ich lange Zeit nicht wusste, was dort in Belecke produziert wurde. Aber AEG hört sich nach Hausgeräten an, aber Kühlschränke sollten es nun doch nicht sein. Was lag näher, als es mal mit Kleinelektro zu versuchen: Mixer, Föhns, Zahnbürsten, Toaster, Küchenmaschinen, vielleicht auch Heimwerkerbedarf. Alles sehr kleinteilig und daher für den Versand als Stückgut gut geeignet. Aber die Läger der Elektrogroßhändler in Deutschland und die Firmeneigenen Niederlassungen in Europa sollten mit vollen Wagenladungen beliefert werden. Für den Markt auf den britischen Inseln konnten so Fährbootwagen, mit kleinem Lichtraumprofil und Saugluftbremse eingesetzt werden. Die Anlieferung der in vielen Produkten benötigten Kleinmotore könnte aus Japan oder Korea mit den ersten Containern erfolgen. Sehr vielseitig und interessant!
Ladestellen
Eine große Versandhalle mit Platz für mindestens drei Glm50 oder Hbis, eine kleine Ladestraße für den Wareneingang und ein Vorbau mit einem Tor am Altbau für die Verladung von Stückgut, unter den Betriebseisenbahnern der Westlippischen liebevoll “die Pommesbude” genannt. Alles aufgereiht an einem Gleis: es darf rangiert werden.

Wareneingang per Bahn
Elektromotore – Container – Asien
Gehäuse – G
Kabel, Schalter – G
63 – 4, 69 – 3, 78 – 1
Warenausgang per Bahn
Stückgut – Gs
Kleingeräte – G, Gb (Hf), Hbis
63 – 17 + 3, 69 – 15 + 4, 78 – 15 + 2,5

Und sonst
Hier ist immer viel los: Wagen in der Halle tauschen, Stückgutwagen frühzeitig zum Zu- und Umladen an den Güterschuppen umstellen. Irgendwie ist es auch gut, dass das Werk in Neulippertor andere Dinge produziert als das in Belecke. Wenn man das Buch
“Eisenbahn von oben” von Andreas Knipping 2016 im GeraMond Verlag
auf den Seiten ab 112 aufschlägt sieht man Luftbilder vom AEG Werk in Belecke und die haben nichts mit den Bauten in Lippertor gemein. Wobei sich das Bild auf der Doppelseite 112/113 auf die Siepmann Werke konzentriert, AEG ist nur am linken Bildrand vertreten. Dies ist nochmals ein Beispiel dafür, dass Nachbeu das eine und Übernahme einer Idee das andere ist.
Baumgärtner
Entstehung
An einer bestimmten Stelle sollte, nein musste, Neulippertor noch wachsen. Wenn man an der Brücke über die Rangiergruppe oder am Bahnsteig steht, sollte der Blick der Bahnhofstraße folgend zu einer Kreuzung dieser mit dem Industrieweg zur Rothen Erde geführt werden. Und ein Modulkasten mit den Maßen von Vox oder Hagemann war ja auch noch vorhanden. Viele Ideen wurden verworfen, was auf diesem Modul außer der Straßenkreuzung sonst noch sein könnte. Dann kamen beim FREMO Ulrichs Beiträge über Anschließer in Wiedenbrück und damit seine Beschreibung der Firma Baumhüter: das sollte es sein.
Beschreibung
Auch in Lippertor wird Hanf aus Polen und Rumänien verarbeitet, aber auch Sisal und Manila aus Übersee welches über die Nordseehäfen kommt. Auch in die Produktion von Kunststoffseilen ist man bereits eingestiegen. So werden Granulate in PA Behältern von der Chemischen Industrie bezogen. Die eigentliche Produktion befindet sich in zwei großen Gebäuden im Laufe des Industrieweges, als zusätzliche Lagerflächen für Rohstoffballen wurden Schuppen auf dem Platz zwischen dem Industrieweg und der Güterabfertigung angemietet.
Die Fertigprodukte (Seile, Bindegarn für Strohpressen, Wurstgarn, etc.) wird ausschließlich als Stückgut versandt. Hierfür werden leere Gitterboxpaletten in ganzen Wagenladungen angeliefert. Die in diesen Boxen zusammengestellten Waren für die Kunden werden direkt im Güterschuppen mit Gabelstabler oder Lieferwagen aus der Produktion aufgeliefert.
Die Neuanlage dieses Betriebes bot auch die Möglichkeit, eine weitere, längere Ladestraße einzurichten, an deren Ende das Magazin des Betriebswerks eine Rampe erhielt (she. Bw und Ladestraße).
Ladestellen
Vor dem Gebäude auf dem Stammgleis besteht die Möglichkeit, PA Behälter auf einer Schienenbahn in die Produktion zu befördern. Die Wagen mit den Rohstoffballen werden zumeist auf den ersten Metern der Ladestraße II, vor den Lagerschuppen, entladen.
Wareneingang per Bahn
Sisal, Manila, Hanf – Gll – Ostblock, Häfen
Granulat – BT
Leere Gitterboxen – Gl
63 – 5, 69 – 9, 78 – 4
Warenausgang per Bahn
Nur Stückgut – über den Güterschuppen

Und sonst
Wie, keine Modelbilder? Geht nicht, denn Baumgärtner gibt es noch nicht. Das war 2018 (wie ich diesen Beitrag geschrieben habe) und auch heute 2025 so. Aber das Konzept gibt es und das sollte immer vor dem Bau vorhanden sein. Und irgendwann wird auch gebaut…
Rothe Erde
Entstehung
Man hat immer mal Module, mit denen wird man nicht wirklich warm. In der Anfangszeit der Privatbahnbewegung bei FREMO-H0RE unter der Bezeichnung „Fremo Privatbahnverband (FPV)“ gelangte eine Modulgruppe einer Fahrradfabrik zu mir, schmal, ohne Beine, ohne ordentliche Übergange auf genormte Profile.
Das mit den Beinen wollte ich durch ein klappbares Gestell, auf dem diese Modulkästen aufgesetzt wurden, bereinigen. Der befreundete Tischler fertigte wegen schlechter Absprachen gleich drei dieser Gestelle und nachdem die Saatzucht auf den Fahrradmodulen nach einigen Treffen Geschichte war, hatte ich ein Gestell über (Die anderen „Klappergestelle“ beheimaten heute das lange Stück Knut – Strecke und das Sägewerk Fisch).
Für den Abschluß des einen Quertreibers an Lippertor, der am Stellwerk abzweigt, ergab sich aber dadurch eine spielintensive Möglichkeit.
Beschreibung
Zwei Weichen ergaben drei lange Gleise in einem „Schattenanschluss“. Das eine Außengleis wurde mit den Silogebäuden der Saatzucht bestückt und das Konzept von dort übernommen, das andere Außengleis wurde zur Firma Siepmann. Das mittlere Gleis durfte je nach Bedarf auf einzelnen Treffen viele verschiedene Betriebe beheimaten, z. Bsp. ein Heizwerk (Kohle von „Unser Otto“), ein Zementwerk (Steine vom Hillenberg) oder eine Kaserne (grüne Fahrzeuge auf Flachwagen).

Aber immer blieb die Rothe Erde ein „Schattenreich“. Das hat sich geändert durch die Ausgestaltung der vorderen Hälfte mit einem richtigen Industrie – Profil am Übergang und mehr Gebäuden. Siepmann und Diadem sind die neuen (alten) Kunden, in der Mitte bleibt etwas Gleislänge für Sonderthemen.


Und sonst
Man kann immer noch etwas verändern, verbessern. Es bleibt noch einiges zu tun.